Schnittstellen und Datenqualität
Bei der Integration historisch gewachsener IT-Insellösungen müssen Daten
zwischen Systemen ausgetauscht werden. Um die Kommunikation zwischen
heterogenen Systemumgebungen zu ermöglichen, wird dann häufig über Schnittstellen
gesprochen, die den Datenaustausch ermöglichen sollen. Geht man sehr technisch
an diese Aufgabe heran, kommen meist Technologien und Begriffe wie CORBA, RMI,
XML, XSLT oder JMS ins Spiel.
Probleme durch inkonsistenten Datenbestand
Dieser Ansatz übersieht, dass die Qualität der auszutauschenden Daten in einem
System nicht notwendig den Anforderungen des Zielsystems entspricht.
Inkonsistente Währungsnotationen zum Beispiel mögen in einem System A
verarbeitet werden können - doch das muss deshalb in System B nicht der Fall
sein. Treten solche Probleme in der Datenqualität auf, sind
diese rein technisch meist nicht zu lösen.
Mit Datenmanagement eine solide Datenbasis schaffen
Um Datenqualität (wieder-)herzustellen, sind eine Reihe von nicht-technischen
Fragen zu klären, die häufig semantischer Natur sind. Software-Tools können
zunächst lediglich dabei helfen, den Qualitätszustand der Datenlage zu
bestimmen und zu messbar zu machen. Erst die individuelle Bewertung der
Situation durch Experten aus der Fachwelt schafft dann die Voraussetzung für
eine bestenfalls halbautomatische Normierung des
Datenbestandes. Erfolgt diese Reorganisation proaktiv und nicht nur vom Projekt
vorangetrieben, kann man von Datenmanagement sprechen.
Datenzentrierte Planung für den Projekterfolg
Eine frühzeitige datenzentrierte Sicht auf das
Integrationsprojekt kann somit helfen, Projektengpässe zu vermeiden, indem
rechtzeitig die Voraussetzungen für den Datenaustausch zwischen Systemen
übeprüft und sichergestellt werden. Die Implementierung von Schnittstellen kann
dann in einem zweiten Schritt auf einem soliden Fundament erfolgen, ohne dass
"böse Überraschungen" drohen und der Projektabschluss gefährdet wird.
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